27 March 2026, 16:14

Zoll schlägt in Süddeutschland gegen illegale Gastronomie-Jobs zu

Drei Männer, die in einer Fabrik arbeiten, mit einer zentralen Maschine, die Rauch ausstößt, Kisten auf der linken Seite und eine Wand im Hintergrund.

Zoll schlägt in Süddeutschland gegen illegale Gastronomie-Jobs zu

Zollbehörden in Süddeutschland gehen gegen Schwarzarbeit in der Gastronomie vor

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Letzte Woche führten Zollbehörden in Süddeutschland eine groß angelegte Razzia gegen nicht angemeldete Beschäftigung im Gastgewerbe durch. Am 19. September 2025 leitete das Hauptzollamt Singen gezielte Kontrollen in fünf Landkreisen durch, wobei Bars, Restaurants und Hotels im Fokus standen. Ziel der Aktion war es, Verstöße gegen Arbeits- und Steuerrecht in einer Branche aufzudecken, die besonders anfällig für illegale Beschäftigungsverhältnisse ist.

Die Überprüfungen erstreckten sich auf die Landkreise Konstanz, Tuttlingen, Rottweil, Waldshut und Schwarzwald-Baar. Ein Team von 52 Zollbeamten aus Singen, unterstützt von acht Steuerfahndern, kontrollierte insgesamt 17 Gastronomiebetriebe. Acht Lokale in Singen und neun in Waldshut wurden überprüft, wobei 72 Mitarbeiter im Rahmen der Aktion befragt wurden.

Die Behörden deckten zahlreiche Verstöße auf, darunter mangelhafte Aufzeichnungspflichten, Meldevergehen sowie die illegale Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer nach § 404 des Sozialgesetzbuchs. In zwei Betrieben wurden Durchsuchungen durchgeführt, bei denen Beweismaterial für weitere Ermittlungen sichergestellt wurde. Die Aktion führte zu zwei förmlichen Verfahren: vier Ordnungswidrigkeitsverfahren und ein Strafverfahren wegen illegalen Aufenthalts, beide in Verbindung mit Betrieben in Waldshut.

Die Gastronomiebranche steht weiterhin unter besonderer Beobachtung, da sie ein hohes Risiko für Schwarzarbeit birgt. Zollbeamte betonten, dass solche Kontrollen dazu beitragen, die Sozialversicherungssysteme und staatlichen Einnahmen zu schützen, indem sie die Einhaltung der Arbeitsgesetze sicherstellen.

Das Hauptzollamt Singen bestätigte, dass Sonja Müller für Rückfragen zur Aktion zur Verfügung steht. Sie ist unter der Telefonnummer 07731/8205-5251 oder per E-Mail unter [email protected] erreichbar. Die jüngsten Kontrollen sind Teil einer bundesweiten Initiative zur Bekämpfung illegaler Beschäftigung in besonders gefährdeten Branchen.

Quelle