08 May 2026, 12:12

1.000-Euro-Prämie für Arbeitnehmer: Wer zahlt die Zeche des neuen Entlastungsplans?

Plakat, das 9 Milliarden US-Dollar an Schuldenentlastung für 125.000 Schuldner unter der Biden-Harris-Verwaltung ankündigt, mit einem offiziellen Logo unten.

1.000-Euro-Prämie für Arbeitnehmer: Wer zahlt die Zeche des neuen Entlastungsplans?

Ein neuer Gesetzentwurf sieht vor, dass Arbeitnehmer bis Juni 2027 eine steuerfreie Prämie von bis zu 1.000 Euro erhalten sollen. Die Bundesregierung argumentiert, dies werde die finanzielle Belastung durch steigende Energiepreise und die wirtschaftlichen Folgen des Krieges im Iran abfedern. Doch die Länder haben bereits Bedenken geäußert, wer die Kosten tragen soll.

Die Prämie orientiert sich an früheren steuerfreien Zahlungen, die während der Coronavirus-Pandemie und der Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs eingeführt wurden. Laut Plan können Arbeitgeber die Zahlung ohne Abzüge leisten, doch die Maßnahme könnte die Steuereinnahmen der Länder um bis zu 2,8 Milliarden Euro schmälern.

Kritik kam prompt von regionalen Spitzenpolitikern. Der scheidende baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) warf der Bundesregierung vor, langfristige Kosten auf Länder und Kommunen abzuwälzen. Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) forderte, Berlin müsse rund 700 Millionen Euro der kommunalen Ausgaben im Zusammenhang mit der Prämie übernehmen.

Die Länder argumentieren zudem, dass sie zwar Steuereinnahmen verlieren, die Bundesregierung aber allein von einer separaten Tabaksteuererhöhung profitiere. Der Streit unterstreicht die anhaltenden Spannungen bei der Finanzierungsverantwortung zwischen Bund und Ländern.

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Ziel der geplanten Prämie ist es, Arbeitnehmer zu entlasten, die unter wirtschaftlichem Druck stehen. Doch ihre Umsetzung hängt davon ab, ob der Streit um die Finanzierung beigelegt wird. Die Länder bestehen darauf, dass der Bund die Mindereinnahmen ausgleichen muss – andernfalls droht die Maßnahme, die finanziellen Gräben zu vertiefen. Eine endgültige Entscheidung über das Gesetz steht noch aus.

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