09 May 2026, 06:29

AOK-Streik am 14. Januar: 55.000 Beschäftigte legen bundesweit die Arbeit nieder

Plakat mit einem britischen Granitarbeiter, der zusammen mit einer anderen Person vor einer Bergkulisse steht, mit dem Text "Was unser freier Handel bedeutet - Britischer Granitarbeiter - Die Fair-Wage-Klausel ist in Ordnung, aber ich will Arbeit".

AOK-Streik am 14. Januar: 55.000 Beschäftigte legen bundesweit die Arbeit nieder

Rund 55.000 Beschäftigte der AOK, Deutschlands größter gesetzlicher Krankenversicherung, werden am 14. Januar 2026 zu einem bundesweiten Streik aufrufen. Die Arbeitsniederlegung ist der Höhepunkt monatelanger Frustration über festgefahrene Tarifverhandlungen und steigende Lebenshaltungskosten. Organisiert von der Gewerkschaft GdS, zielt die Aktion auf höhere Löhne, erhöhte Urlaubsgelder und eine größere Wertschätzung der Mitarbeiterleistungen ab.

Der Streik erfolgt, nachdem die AOK laut GdS-Funktionären keine Bereitschaft zu substanzielle Lohnverhandlungen gezeigt habe. Gewerkschaftsmitglieder haben bereits über 10.000 Unterschriften für ihre Forderungen gesammelt. GdS-Bundesvorsitzender Maik Wagner betonte, der Versicherer müsse endlich faire Bezahlung gewährleisten – besonders angesichts der wachsenden finanziellen Belastungen der Beschäftigten.

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Mit erheblichen Einschränkungen im Service ist zu rechnen: Regionale Kundenzentren und Telefon-Hotlines werden voraussichtlich längere Wartezeiten und reduzierte Öffnungszeiten aufweisen. Zudem plant die GdS eine Kundgebung vor dem AOK-Bundesverband in Berlin, um den Druck auf den Arbeitgeber zu erhöhen.

Die erste Runde der Tarifverhandlungen findet am 14. und 15. Januar in der Hauptstadt statt. Die gesetzlichen Krankenkassen, darunter die AOK, warnen jedoch vor knappen Haushalten und notwendigen Sparmaßnahmen – eine schwierige Ausgangslage für die Gespräche.

Der Streik betrifft Zehntausende AOK-Mitarbeiter in ganz Deutschland. Durch die Beeinträchtigung zentraler Dienstleistungen müssen sich Versicherte auf Verzögerungen bei der Bearbeitung von Anträgen und der Kundenbetreuung einstellen. Das Ergebnis der anstehenden Tarifrunde wird zeigen, ob weitere Arbeitskampfmaßnahmen folgen.

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