Apotheken kämpfen mit Liquiditätsengpässen durch teure Rezeptmedikamente und setzen auf Vorfinanzierung
Angelo BriemerApotheken kämpfen mit Liquiditätsengpässen durch teure Rezeptmedikamente und setzen auf Vorfinanzierung
Apotheken in ganz Deutschland stehen unter zunehmendem Druck durch teure Rezeptmedikamente. Diese machen mittlerweile fast 40 Prozent aller abgegebenen Arzneimittel aus und sorgen täglich für Liquiditätsengpässe. Immer mehr Betriebe greifen daher auf vorzeitige Auszahlungsmodelle zurück, um ihre Finanzen zu stabilisieren.
Diese Entwicklung führt dazu, dass viele Apotheken ihre Forderungen aus Rezeptabrechnungen vor Fälligkeit einziehen. Abrechnungsstellen bieten flexible Finanzierungslösungen an – oft zu günstigeren Zinsen als traditionelle Banken. So bietet etwa die ARZ Haan mit FlexZahlungBusiness ein Premium-Paket an, das eine tägliche Gebühr von 0,02 Prozent ohne zusätzliche Überweisungskosten umfasst.
Auch andere Anbieter wie Noventi haben ähnliche Vorfinanzierungsprogramme im Portfolio, jeweils mit unterschiedlichen Gebührenmodellen. Die Konditionen variieren stark, da sich Höhe und Laufzeit der Finanzierung nach den individuellen Bedürfnissen der Apotheken richten. Katja Frey, Vertriebsleiterin bei ARZ Haan, bestätigt, dass die Nachfrage nach Vorabfinanzierungen in den letzten Monaten deutlich gestiegen ist.
Vorzeitige Auszahlungsmodelle entwickeln sich zunehmend zu einem wichtigen Instrument für Apotheken mit Liquiditätsproblemen. Die maßgeschneiderten Lösungen ermöglichen es den Inhabern, Konditionen zu wählen, die zu ihrem Geschäftsmodell passen. Angesichts der weiter steigenden Kosten für hochpreisige Medikamente könnten solche Finanzierungsangebote künftig eine noch größere Rolle in der Branche spielen.






