Baden-Württemberg rettet bedrohte Forscher:innen mit neuem Stipendienprogramm
Sylke SchmiedtBaden-Württemberg rettet bedrohte Forscher:innen mit neuem Stipendienprogramm
Drei führende Forschungsinstitute in Baden-Württemberg starten neues Stipendienprogramm für gefährdete Wissenschaftler:innen
Drei renommierte Forschungseinrichtungen in Baden-Württemberg haben ein neues Förderprogramm für bedrohte Forscher:innen ins Leben gerufen. Die mit 3,6 Millionen Euro aus Landesmitteln unterstützte Initiative wird bis zu 14 Wissenschaftler:innen fördern, die in ihren Herkunftsländern mit politischen oder finanziellen Einschränkungen konfrontiert sind. Das Programm soll ihnen eine sichere Arbeitsumgebung bieten und gleichzeitig die deutsche Forschungslandschaft stärken.
Das Global Fellowship Program entstand im Rahmen des Förderpakets Global Partnership in Science, das die Landesregierung im September 2025 bewilligt hat. Es richtet sich an Nachwuchswissenschaftler:innen, deren Projekte durch Reiseverbote, Kürzungen von Forschungsgeldern oder andere aktuelle Restriktionen behindert werden. In den vergangenen zwei Jahren hat neben den USA kein anderes Land ein vergleichbares Unterstützungsangebot für gefährdete Akademiker:innen aufgelegt.
Die Geförderten verbringen bis zu zwei Jahre an einem von drei Instituten für fortgeschrittene Studien: dem Freiburg Institute for Advanced Studies (FRIAS), dem Zukunftskolleg der Universität Konstanz oder dem College of Fellows (CoF) der Universität Tübingen. Jede Einrichtung hat dabei einen eigenen Schwerpunkt – das Zukunftskolleg unterstützt Forscher:innen vor der Professur, das CoF fördert interdisziplinäre Innovation, und das FRIAS bringt Spitzenwissenschaftler:innen aus aller Welt zusammen.
Während ihres Aufenthalts nehmen die Teilnehmenden an einem gemeinsamen Programm mit wissenschaftlicher Weiterbildung, Workshops und Sprachkursen teil. Die Initiative soll nicht nur die akademische Freiheit schützen, sondern den Forscher:innen auch helfen, internationale Netzwerke für ihre weitere Karriere aufzubauen.
Die 3,6 Millionen Euro fließen in Stipendien an den Standorten Freiburg, Konstanz und Tübingen. Die Wissenschaftler:innen erhalten Zeit, Ressourcen und institutionelle Unterstützung, um ihre Arbeit fortzuführen. Gleichzeitig soll das Programm neue Perspektiven in die baden-württembergische Forschungslandschaft tragen.






