Baden-Württemberg und Schweiz vertiefen grenzüberschreitende Zusammenarbeit bis 2027
Sylke SchmiedtBaden-Württemberg und Schweiz vertiefen grenzüberschreitende Zusammenarbeit bis 2027
Baden-Württemberg aktualisiert Kooperationsstrategie mit der Schweiz zur Vertiefung der Zusammenarbeit
Baden-Württemberg hat seine Zusammenarbeit mit der Schweiz neu ausgerichtet, um die Verbindungen in zentralen Bereichen zu stärken. Der Landesregierung gab am 8. Juli 2025 grünes Licht für den aktualisierten Plan, der die grenzüberschreitende Kooperation in Wirtschaft, Wissenschaft und Mobilität ausbauen soll. Verantwortliche betonten die gemeinsame alemannische Kultur und die europäischen Werte als Grundlage dieser Partnerschaft.
Die überarbeitete Schweiz-Strategie konzentriert sich auf vier Schwerpunkte: wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit, nachhaltigen Verkehr, Wasserstoffenergie sowie demokratischen Austausch. Ein zentrales Vorhaben ist die vollständige Elektrifizierung der Hochrheinbahn bis 2027, die eine direkte Expressverbindung zwischen Basel und St. Gallen schaffen soll. Die Modernisierung wird nicht nur den grenzüberschreitenden Verkehr verbessern, sondern auch die Emissionen senken.
Im Energiesektor arbeiten beide Regionen daran, entlang des Hochrheins eine Wasserstoffwirtschaft aufzubauen. Staatssekretär Florian Haßler unterstrich die Rolle Baden-Württembergs als Brücke zwischen der Schweiz und der EU und verwies auf die Beteiligung der Schweiz am EU-Forschungsprogramm Horizon Europe. Die Strategie sieht zudem gemeinsame Initiativen im Bereich der künstlichen Intelligenz vor, wobei konkrete Fördermittel noch nicht bekannt gegeben wurden.
Ministerpräsident Winfried Kretschmann hob die Bedeutung der Partnerschaft hervor und verwies auf gemeinsame wirtschaftliche Interessen und kulturelle Verbindungen. Der Plan umfasst neue grenzüberschreitende Beteiligungsformate, um den politischen Dialog und das bürgergesellschaftliche Engagement zwischen den beiden Regionen zu stärken.
Die aktualisierte Strategie bietet einen Rahmen für eine engere Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der Schweiz. Sie bündelt bestehende Projekte und treibt neue Vorhaben in den Bereichen Verkehr, Technologie und Energie voran. Ziel ist es, bis 2027 und darüber hinaus eine stärker integrierte Grenzregion zu schaffen.






