15 May 2026, 14:19

Deutsche Bauwirtschaft kämpft mit Auftragseinbruch und Lieferengpässen nach ifo-Studie

Baustelle mit einem abgerissenen Gebäude, Schutt, Fahrzeugen, Absperrungen, Versorgungsmasten, Bäumen und schneebedeckter Erde unter einem bewölkten Himmel.

Deutsche Bauwirtschaft kämpft mit Auftragseinbruch und Lieferengpässen nach ifo-Studie

Deutschlands Wohnungsbau steht vor wachsenden Herausforderungen

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Die geopolitischen Spannungen belasten die deutsche Bauwirtschaft zunehmend. Eine aktuelle Umfrage des ifo Instituts zeigt, dass die Sorgen in der Branche zunehmen: Die Auftragslage verschlechtert sich, und Lieferkettenprobleme spitzen sich zu.

Laut dem jüngsten ifo-Konjunkturtest ist das Stimmungsbild im Sektor deutlich eingetrübt. Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo-Unternehmensbefragungen, wies darauf hin, dass mittlerweile 43,8 Prozent der Unternehmen über eine unzureichende Auftragslage klagen. Der Nachfragerückgang bringt viele Betriebe in Bedrängnis und erschwert eine stabile Geschäftsführung.

Auch die Lieferengpässe haben sich verschärft: Im April litten 9,2 Prozent der Firmen unter Materialknappheit – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den rund 1 Prozent der beiden Vorjahre. Trotz dieser Belastungen blieb die Stornierungsrate für Projekte mit 10,8 Prozent nahezu unverändert.

Zwar halten sich die aktuellen Geschäftslage noch weitgehend stabil, doch die Gesamtstimmung hat sich merklich verschlechtert. Die Unternehmen bewerten ihre gegenwärtige Situation schlechter, und die Zukunftserwartungen sind deutlich pessimistischer geworden. Die Kombination aus schrumpfenden Aufträgen und Lieferengpässen schafft ein schwieriges Umfeld für die Bauunternehmen.

Die Ergebnisse des ifo Instituts deuten auf eine anspruchsvolle Phase für die deutsche Bauwirtschaft hin. Angesichts rückläufiger Aufträge, anhaltender Lieferprobleme und einer düsteren Prognose könnte die Branche in den kommenden Monaten weiter unter Druck geraten. Wie gut sich die Unternehmen anpassen, hängt davon ab, wie schnell sich die aktuellen Herausforderungen entschärfen lassen.

Quelle