Flüchtiger Psychiatrie-Patient nach 3,5 Jahren an der Grenze Kehl gefasst
Angelo BriemerFlüchtiger Psychiatrie-Patient nach 3,5 Jahren an der Grenze Kehl gefasst
BPOLI-OG: Jahre lange Flucht endet an der Grenzkontrolle – 734 Tage Haft stehen noch aus
Offenburg/Kehl – Am frühen Sonntagmorgen (07.12.25) haben Beamte der Bundespolizeiinspektion Offenburg an der Grenzübergangsstelle Kehl einen 27-jährigen Mann festgenommen. Bei einer routinemäßigen Kontrolle stellten sie fest, dass er weder gültige Ausweispapiere noch legale Einreisedokumente besaß.
Bei dem Festgenommenen handelt es sich um einen syrischen Staatsbürger, der seit Mai 2021 aus einer Psychiatrie als entwichener Patient galt.
Wie die Polizei mitteilte, lag gegen den Mann ein Haftbefehl wegen schwerer Körperverletzung vor. Er konnte weder eine rechtmäßige Identitätsnachweise noch einen Aufenthaltstitel für Deutschland vorlegen.
Ihm wird nun der Versuch der illegalen Einreise zur Last gelegt. Nach der Festnahme wurde er in eine Psychiatrie überstellt, um die noch ausstehenden 734 Tage seiner ursprünglichen Strafe abzusitzen.
Der Vorfall ereignete sich, nachdem Beamte einen Linienbus am Grenzübergang Kehl einer Standardkontrolle unterzogen hatten. Das Fehlen von Papieren sowie sein Status als flüchtiger Patient einer Psychiatrie lösten sofortige Ermittlungen aus.
Mit der Festnahme wird sichergestellt, dass der Mann seine Strafe in Haft vollständig verbüßt. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Maßnahmen zur Grenzsicherung sowie die Durchsetzung ausstehender Haftbefehle.
Die Bundespolizei bleibt wachsam und kontrolliert weiterhin Grenzübergänge auf unerlaubte Einreiseversuche sowie Personen, die sich ihren rechtlichen Verpflichtungen entziehen.