"Lange Nacht der Museen" begeistert Tausende – doch überfüllte Züge trüben die Stimmung
Hiltraud Hamann"Lange Nacht der Museen" begeistert Tausende – doch überfüllte Züge trüben die Stimmung
Die diesjährige gemeinsame „Lange Nacht der Museen“ in Halle und Leipzig lockte Tausende Besucher an. Das Event bot ein abwechslungsreiches Programm für alle Altersgruppen, wobei der Eintrittspreis auch die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs umfasste. Doch überfüllte Züge sorgten später für Frust bei denen, die nach Hause fahren wollten.
Das Abendprogramm umfasste unter anderem Führungen in bedeutenden Häusern. In Leipzig konnten Gäste das Grassimuseum für Angewandte Kunst, das Bach-Museum und das Museum der bildenden Künste erkunden. In Halle öffneten das Händel-Haus, die Moritzburg – Museum für moderne Kunst – und das Landesmuseum für Vorgeschichte ihre Türen.
Gegen Ende der Nacht begannen jedoch die Probleme mit dem Verkehr. Die S3 nach Halle fiel aus, sodass nur noch die S5 verkehrte. Als dieser Zug nach Mitternacht am Leipziger Hauptbahnhof eintraf, war er bereits voll besetzt. Dutzende wartende Fahrgäste konnten nicht einsteigen, und die nächste S-Bahn war erst in über einer Stunde zu erwarten.
Viele Besucher äußerten ihre Enttäuschung darüber, gestrandet zu sein. Der im Museumsnacht-Ticket enthaltene kostenlose Transport hatte eine unkomplizierte Heimfahrt versprochen – doch Überfüllung und Zugausfälle zwangen einige zu langen Wartezeiten.
Trotz der Verkehrsprobleme war die Veranstaltung selbst ein Erfolg. Tausende besuchten das vielseitige Programm in beiden Städten. Die Organisatoren werden voraussichtlich die Transportplanung für künftige Auflagen überarbeiten, um ähnliche Verzögerungen zu vermeiden.






