15 May 2026, 12:29

Neue Arbeitsschutzregeln: Bessere Schutzkleidung gegen Hitze am Arbeitsplatz

Ein Schweißer in Schutzbrille und Handschuhen bedient eine Schweißmaschine an einem Metallstück, mit einem Warnschild und verstreuten Werkzeugen im Hintergrund.

Neue Arbeitsschutzregeln: Bessere Schutzkleidung gegen Hitze am Arbeitsplatz

Neue Arbeitsschutzregeln legen größeren Wert auf Schutzkleidung bei steigenden Temperaturen

Die überarbeiteten ASR A5.1-Richtlinien berücksichtigen nun auch äußere Bedingungen wie Luftfeuchtigkeit, Wind und körperliche Belastung – nicht mehr nur Hitze in Innenräumen. Arbeitgeber und Textilexperten setzen auf moderne Stoffe und praktische Maßnahmen, um Beschäftigte besser zu schützen.

Die aktualisierten ASR A5.1-Vorgaben erweitern die Bewertung von Hitzebelastung über Innenbereiche hinaus. Äußere Faktoren wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Windgeschwindigkeit und Arbeitsintensität prägen nun die Sicherheitsprotokolle. Diese Anpassung erfolgt, während das Bundesinstitut für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Referenzwerte für hitzebeständige Textilien überprüft.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Zu den technischen Lösungen für Kühlung zählen Beschattung, verbesserte Belüftung und wasserbasierte Systeme. Organisatorische Maßnahmen wie flexible Arbeitszeiten, längere Pausen und die Bereitstellung von Trinkwasser tragen ebenfalls zur Risikominderung bei. Wo möglich, werden Tätigkeiten in kühlere Zeiten oder an schattigere Orte verlegt.

Auch die Arbeitskleidung selbst entwickelt sich weiter, um diesen Herausforderungen zu begegnen. Leichtere Stoffe mit niedrigeren Rct- oder Clo-Werten und höheren MVTR-Kennzahlen verbessern Luftzirkulation und Atmungsaktivität. Hochleistungsmaterialien bleiben trotz geringerer Dicke robust. Belüftungszonen, Netzeinsätze und schnittoptimierte Designs steigern den Tragekomfort zusätzlich. Fortschrittliche Materialien wie 3D-Abstandsgewebe schaffen winzige Luftpolster, während hydrophile Beschichtungen Feuchtigkeit von der Haut wegleiten.

Persönliche Vorsichtsmaßnahmen bleiben unverzichtbar. Beschäftigte sollten geeignete Kleidung tragen, Sonnencreme auftragen und UV-Schutzaccessoires nutzen. Doch wenn technische oder organisatorische Lösungen nicht umsetzbar sind, wird spezialisierte Schutzkleidung umso wichtiger.

Die überarbeiteten Richtlinien stehen für einen ganzheitlichen Ansatz im Hitzeschutz, der Umgebungssteuerung, Textilinnovation und persönlichen Schutz kombiniert. Während die BAuA neue Standards für Textilien setzt, konzentrieren sich Arbeitgeber und Hersteller auf Materialien und Designs, die Langlebigkeit mit Kühleffizienz verbinden. Das Ziel: ein sicherer, anpassungsfähigerer Arbeitsplatz unter Hitzebedingungen.

Quelle