24 March 2026, 22:14

Rasante Flucht mit gefälschtem Führerschein endet im Feldweg bei Waibstadt

Polizeiauto (Audi A4) fährt auf einer grasbewachsenen Straße mit zwei Insassen, umgeben von Bäumen unter einem klaren blauen Himmel.

Rasante Flucht mit gefälschtem Führerschein endet im Feldweg bei Waibstadt

Fluchtversuch nach Verkehrskontrolle bei Waibstadt: Fahrer mit gefälschtem Führerschein gestoppt

Ein 53-jähriger Mann versuchte am Samstagnachmittag, bei einer Verkehrskontrolle in der Nähe von Waibstadt vor der Polizei zu fliehen. Beamte wollten auf der Bundesstraße 292 den Audi-Fahrer anhalten, doch dieser gab plötzlich Gas und raste mit hoher Geschwindigkeit davon, bevor er mit einem gefälschten Führerschein gestellt wurde.

Der Vorfall begann, als die Polizei den Audi auf der B 292 zum Anhalten aufforderte. Statt zu bremsen, beschleunigte der Fahrer und erreichte Geschwindigkeiten von bis zu 150 km/h, um zu entkommen. Sein Fluchtweg endete jedoch an der Kreuzung Helmstadter Straße, wo ein Fahrzeug an einer roten Ampel stand und ihm die geplante Linksabbiegung verwehrte.

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Er versuchte daraufhin, geradeaus weiterzufahren, doch ein abbiegender Bus versperrte ihm den Weg. In einem letzten Fluchtversuch bog er scharf nach rechts auf einen Feldweg ab, wurde jedoch von Metallpfosten gestoppt. Als die Beamten ihn schließlich festnahmen, stellten sie fest, dass er einen gefälschten Führerschein bei sich trug.

Die Ermittlungen laufen mittlerweile wegen mehrerer Straftaten. Dem Fahrer drohen nun Anklagen wegen Teilnahme an einem illegalen Straßenrennen, Fahrens ohne gültige Fahrerlaubnis und Urkundenfälschung. Auch die Halterin des Wagens – eine Frau, die ihm das Fahrzeug geliehen hatte – wird wegen Überlassung an einen nicht berechtigten Fahrer ermittelt.

In den vergangenen fünf Jahren hat die Polizei in Baden-Württemberg ihre Vorgehensweise bei solchen Vorfällen angepasst. Seit 2023 sollen verpflichtende Deeskalationstrainings für Beamte die Zahl riskanter Verfolgungsjagden verringern. Zusätzlich wurden Maßnahmen wie der Einsatz von Hubschraubern, Drohnenüberwachung und grenzüberschreitende Abstimmung mit Nachbarbundesländern eingeführt, um die Sicherheit für Polizei und Verkehrsteilnehmer zu erhöhen.

Der Fahrer bleibt wegen mehrerer Delikte, darunter Urkundenfälschung und Fahren ohne Fahrerlaubnis, in Untersuchung. Auch die Fahrzeughalterin muss mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, weil sie ihm das Steuern des Wagens ermöglicht hatte. Die Polizei setzt weiterhin auf strengere Richtlinien, um ähnliche Situationen künftig besser zu bewältigen.

Quelle