"The Wheelie Show" revolutioniert Tanz mit Rollstühlen und Rollschuhen auf der Bühne
Dietlind Grein Groth"The Wheelie Show" revolutioniert Tanz mit Rollstühlen und Rollschuhen auf der Bühne
Eine neue inklusive Tanzperformance bringt Tempo, Räder und Bewegung auf die Bühne.„The Wheelie Show“ verbindet Rollschuhe, Rollstühle und Alltagsgegenstände, um den unerbittlichen Rhythmus des modernen Lebens zu erkunden. Noch bevor die Vorstellung beginnt, hört das Publikum die Gedanken der Tänzer:innen darüber, ob und wann Menschen jemals langsamer werden.
Die Performance entstand aus einem Tanzkurs namens „Rolling Good Times“, geleitet von der Choreografin Eng Kai Er und Jana Mahn. Aus ihrer Idee entwickelte sich eine vollständige Produktion mit Tänzer:innen mit und ohne Behinderungen. Die eine Hälfte des Ensembles gleitet auf Rollschuhen über die Bühne, die andere bewegt sich im Rollstuhl.
Räder stehen im Mittelpunkt – im wahrsten Sinne des Wortes. Koffer, Tretroller und Skateboards durchziehen die Choreografie und unterstreichen das Thema der Bewegung. Die Kostüme lassen sich von Radrennen, Motocross und der Formel 1 inspirieren und verstärken die energiegeladene Ästhetik. Sportliche Anspielungen, besonders aus dem Motorsport, ziehen sich durch das gesamte Stück.
Die Show wechselt zwischen stiller Reflexion und explosiver Dynamik – fast wie eine Revueshow. Ein Höhepunkt zeigt Rollschuhfahrer:innen, die akrobatische Hebefiguren auf Rollstühlen ausführen. Diese gewagten Bewegungen demonstrieren nicht nur Können, sondern auch die enge Zusammenarbeit der Performenden.
Schon beim Betreten des Saals hören die Zuschauer:innen Ausschnitte aus Gesprächen der Tänzer:innen über das Tempo des Lebens. Ihre persönlichen Gedanken stimmen auf die Vorstellung ein. Die Dramaturgie hält diese Balance – zwischen hektischen Ausbrüchen und Momenten der Stille.
Die Produktion hinterfragt gängige Vorstellungen von Bewegung und Barrierefreiheit. Durch die Verbindung von Rollstühlen, Rollschuhen und gesprochenem Wort entsteht ein mitreißendes Erlebnis. Mit ihrer Mischung aus Athletik und Nachdenklichkeit regt die Show das Publikum dazu an, das eigene Verhältnis zu Geschwindigkeit zu überdenken.






